Resumé des Ryla-Seminars vom 12.-14. Mai 2000 in Otzenhausen, Saarland

Am Nachmittag des 12. Mai 2000 starteten Timo Gemmer und ich, Martin Weber, mit dem Auto, um an dem 17. Ryla-Seminar teilzunehmen, das von dem Rotary Club Merzig - Saarlouis im Europäischen Bildungszentrum zu Otzenhausen/Nonnweiler ausgerichtet wurde. Das Thema sollte die wirtschaftliche Entwicklung in Europa von morgen lauten. Als man nach ca. 2 ½ Stunden Fahrt das Ziel erreicht hatte, wurde zunächst in der Unterkunft eingecheckt und kurze Zeit später machte man im Foyer bei Kaffee und Kuchen auch schon erste Bekanntschaften mit diversen anderen Teilnehmern des Seminars und konnte sich nebenbei noch mittels aufgebauter Stellwände über Rotary International informieren. Nach einigen Grußworten von Past-Districtgovernor Robert Jung und Prof. Dr. Heiner Timmernmann wurde auch schon das Abendessen eingenommen.

Der darauf folgende Vortrag über Unterschiede und Parallelen der europäischen Bildungs- und Ausbildungssysteme von Frau Doris Pack - Abgeordnete des Europäischen Parlamentes - vermittelte einen ersten Einblick in das Seminarthema und bildete gleichzeitig eine gute Einleitung für die am Samstag ausstehenden spezifischeren Themen, für die man sich kurz nach dem Einchecken eingetragen hatte. Frau Christin Schwake, Präsidentin von Rotaract District 1860 beendete mit ihrer Vorstellung von Rotaract das Freitagsprogramm und es bot sich anschließend ein Besuch der Bar oder der Kegelbahn an.

Am Morgen des 13. Mai begab man sich nach einem üppigen Frühstück in verschiedene Räumlichkeiten, die für die Vorträge über die sechs anstehenden Themen vorgesehen waren. Die Themen lauteten:

Jeder der Teilnehmer hatte jedoch nur die Möglichkeit, sich für vier der genannten Themen einzutragen. Ich selbst entschied mich für die ersten vier.

Der Vortrag zweier Mitglieder des FESTO-Lernzentrums über die "Virtual Academy" zeigte, wie man sich mittels moderner Computersoftware faktisches Wissen aber auch die Fähigkeit zu innovativem, improvisierendem und kreativem Handeln aneignen kann. Diese Computerprogramme sollen heute eine personenspezifische Aus - und Weiterbildung von Fachpersonal in Unternehmen ermöglichen.

Wie Börsenkurse zustande kommen und warum diese steigen und fallen, waren die zentralen Fragen, die das Referat über Aktien und Wertpapiere behandelte. Man kam zu dem Entschluß, daß die verschiedenen Märkte der Welt meist voneinander abhängen und sich daher gegenseitig beeinflussen. Ergänzend dazu wurde noch das Prinzip von Angebot und Nachfrage erwähnt, das für das Zustandekommen von Börsenkurse verantwortlich ist. Mit diesem Hintergrundwissen wandte man sich nun verschiedenen Analysemethoden zu, die die Markt- und Börsenkursentwicklung prognostizieren sollen. Schließlich wurden noch verschiedene Anlagemöglichkeiten, wie z.B. Aktien oder Aktienfonds, und deren Vorteile und Risiken vorgestellt.

"Unterschiede im deutschen und französischen Management" war das Thema des nächsten Vortrags. Nach der Bildung von Arbeitsgruppen sollten diese nun zu verschieden Themen, wie z.B. Staat oder Lebensweise, Unterschiede aus dem eigenen Vorwissen heraussuchen. Die Ergebnisse ließen deutliche Unterschiede zwischen beiden Staaten erkennbar werden. Ein Beispiel war die typisch deutsche Genauigkeit bei der Planung von Abläufen die dem meist improvisierenden Vorgehen der Franzosen gegenübersteht.

Das letzte Referat beschäftigte sich mit dem Thema "Berufsausbildung in Europa". Zunächst wurden verschiedene europäische Schul- und Bildungssysteme vorgestellt und die Unterschiede verdeutlicht. Es folgte eine Diskussion über Möglichkeiten, sich im Ausland weiterzubilden, zu studieren und zu arbeiten.

Vollkommen geschafft, doch noch tief bewegt von den interessanten Vorträgen begab man sich in den Speisesaal, um das Abendessen einzunehmen und um die Themen noch einmal Revue passieren zu lassen. Der Abschluß des Tages sollte in der Stadt Trier stattfinden, die per Bus erreicht wurde. Es folgte eine Führung durch die Altstadt, bei der man antike Bau- und Kunstwerke wie die Porta Nigra besichtigen und dabei etwas über das historische Trier erfahren konnte. Zuletzt fand sich die gesamte Gruppe in einem Weinkeller wieder, in dem bei Brot und einigen feinen Tropfen Rebensaft interessante Unterhaltungen zustande kamen

Am Morgen des 14. Mai wurden die Themen des Vortages noch einmal zusammengefaßt und diskutiert. Das Schlusswort dieses Seminars sprach der Präsident des Rotary Clubs Merzig Saarlouis, Herr Joachim Welsch, und nach einem schmackhaften Mittagessen hieß es dann auch schon Abschied nehmen und ab Richtung Heimat.

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